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Neue VSA-Empfehlung «Gebührensystem und Kostenverteilung bei Abwasseranlagen»

27.11.2017

Der Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA) überarbeitet die Richtlinie zur Finanzierung der Abwasserentsorgung aus dem Jahr 1994. Zusammen mit einem breit abgestützten Projektteam hat HOLINGER in den letzten zwei Jahren die neue Empfehlung entwickelt.
Beim Gebührensystem war die Aufteilung zwischen Mengen- und Grundgebühr ein zentraler Diskussionspunkt: Neu soll die Grundgebühr 50 % bis 70 % der Gebühren ausmachen statt 30 % bis 50 % gemäss bisheriger Richtlinie. Ein weiteres Thema waren die Regenabwassergebühren.
Auch der Kostenverteiler wurde angepasst: Weil der Wasserverbrauch allgemein gesunken ist, wird neu pro Einwohner mit 55 m3 Abwasser pro Jahr gerechnet. Bisher waren es 62 m3. Industriebetriebe mit eigener Abwasservorbehandlung sollen künftig verursachergerechter behandelt werden. Deshalb soll der Verschmutzungsfaktor neu unter 1 fallen können. Zudem können die Kosten an die jeweiligen ARA-Verfahren angepasst werden, sodass zum Beispiel auch der Aufwand für die Elimination von Mikroverunreinigungen angerechnet werden kann.
Im November 2017 startete die breite Vernehmlassung bei Kantonen, Verbänden, Gemeinden und Ingenieurbüros. Die Empfehlung ist bis Mitte Januar auf der VSA-Website einzusehen.