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Baustellenpraktikum - ein lehrreiches Erlebnis

03.08.2020

Während ihrer Lehre absolvieren alle HOLINGER Lernenden ein Praktikum auf einer Baustelle. Rafael Rodia, Lernender als Zeichner Fachrichtung Ingenieurbau im 4. Lehrjahr berichtet von seinen Erfahrungen.

Vom 15. Juni bis 3. Juli 2020 absolvierte ich mein Baustellenpraktikum auf der Baustelle Hochwasserschutz Birsig in Basel bei der Firma Frutiger AG Basel. Das Projekt sieht vor, dass eine „Schale“ für das Bachbett erstellt wird. Im gleichen Zug wird die Uferböschung erneuert. Ich wurde als Unterstützung eingesetzt und half wo ich konnte. Während dieser Zeit wurden der Aushub und die Planie für die Bodenplatte erstellt. Die Bodenplatte und die seitlichen Brüstungen wurden geschalt und mit Armierung für das Betonieren vorbereitet. Das Betonieren fand anschliessend mit Pumpbeton statt. Ich war zuständig für das Stellen der Schalung, das Kontrollieren der Planie und das Herbringen der benötigten Ausrüstung. Dies natürlich mit der Nachkontrolle eines Arbeiters, damit es korrekt war und nicht zu Schäden oder ähnlichem kam. Mir wurde sogar erlaubt, den Bagger selbst zu führen, unter Aufsicht des Maschinisten. Dies war für mich das Highlight des Praktikums.

 

Die Arbeit auf der Baustelle hat mir grosse Freude bereitet, auch wenn es anfangs eine sehr anstrengende und ermüdende körperliche Arbeit war. In der ersten Woche war ich abends sehr geschlaucht von der Baustellenarbeit, da ich diese nicht gewohnt war. Ich lernte diverse Tricks für das Ausführen der Arbeiten auf der Baustelle kennen. Z. B. wie man mit weniger Kraftaufwand Dinge aufheben kann oder wie man die verfügbaren Werkzeuge am effektivsten einsetzt. Gegen Ende des Praktikums war ich bereits ausdauernder als in der ersten Woche, daher war ich ab da nicht mehr ganz so geschlaucht wie in den anderen beiden Wochen.

 

Speziell an dieser Baustelle war, dass wir in einem Bachbett gearbeitet haben. Damit wir kein Problem mit dem Wasser bekommen, gab es einen Plan für die Wasserhaltung. Das Wasser wurde mithilfe einer provisorischen Mauer und einer darübergelegten Plane umgeleitet. Jedoch kam es in der zweiten Woche zu einem starken Gewitter, welches uns zum Verhängnis wurde. Die Wasserhaltung war für max. 5 m3/s ausgelegt, an diesem Tag wurde jedoch eine Spitze von 23 m3/s gemessen. Dies sorgte dafür, dass die verwendeten Blöcke, welche wir als Hilfsmauer benutzt haben, umgekippt sind. Daher wurde die dritte Praktikumswoche zum Wiederherstellen der Baustelle verwendet.

 


  • Erstes Mal beim Ausführen einer Arbeit im Bagger
  • Blick auf die Baustelle vor dem Betonieren
  • Wiederaufbau der umgefallenen Mauer