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Instream-Revitalisierung Lötschebach, Ittigen

07.10.2019

Der Lötschebach, der im Osten der Stadt Bern ein Gebiet von rund 12,3 km2 entwässert, wies im Mündungsbereich in die Worble verschiedene Defizite auf.

In enger Zusammenarbeit mit dem Fischereiinspektorat und dem Bauunternehmen hat HOLINGER ein Projekt mit verschiedenen, sorgfältig ausgewählten Strukturelementen geplant und im Sommer 2019 realisiert. Nebst Blockriegeln zur Sohlstabilisierung in steileren Abschnitten wurden hauptsächlich ingenieurbiologische Elemente wie Faschinen, Wurzelstöcke, Holzkastenbuhnen, Raubäume, Pfahlrechen und Steckhölzer eingesetzt. Zudem wurde die Gewässersohle mit Kiesschüttungen aufgewertet.

Die Anordnung der Elemente lenkt und engt das Wasser so ein, dass sich ein Niederwassergerinne ausbildet. Dieses stellt die Längsvernetzung zwischen Worble und Lötschebach sicher. Weiter wurden Stillwasserzonen und Kolke mit grösserer Wassertiefe geschaffen. Dank dieser Massnahmen ist ein dynamisches Fliessgewässer mit variierenden Fliessregimes und naturnahem Sohlsubstrat entstanden, das Fauna und Flora einen attraktiven Lebensraum bietet. Ein einfacher Holzsteg als Fussgängerübergang und eine Sitzgelegenheit runden das Konzept ab.