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Altlastenrechtliche Sanierung von 12 Schiessanlagen im Naturpark 'Thal', Kanton Solothurn

10.08.2022

Auch im Jahr 2022 erhielt der Fachbereich Umwelt/Geologie/Altlasten der Niederlassung Liestal vom Amt für Umwelt des Kantons Solothurn den Auftrag, bzw. das Mandat der Fachbauleitung im Rahmen der Sanierung von Schiessanlagen in der Region "Thal". Insgesamt werden dabei in den Gemeinden Laupersdorf, Matzendorf, Aedermannsdorf, Herbetswil, Welschenrohr und Gänsbrunnen 12 Kugelfanganlagen von Schiessanlagen (acht 300m-Anlagen und vier 50m-Pistolenstände) saniert.

Nach den Rodungsarbeiten wird der mit Blei und Antimon belastete Boden ausgehoben und der Sanierungsperimeter dekontaminiert. Die beiden für Grundwasser und Boden (Futteraufnahme von Nutztieren) toxischen Schwermetalle (Pb und Sb) sind Bestandteile der verschossenen Munition. Die Projektile und Bleibestandteile des hochbelasteten Kugelfangmaterials werden in einer Bodenwaschanlage abgeschieden und dem Recycling (Schmelzwerk) zugeführt. Das weniger stark belastete Material wird auf einer regionalen Deponie entsorgt. Je nach Grösse und Betriebszeit einer 300m-Schiessanlage fallen pro Standort rund 8-12 Tonnen (!) reines Blei an, welches im Rahmen einer Sanierung zurückgewonnen werden kann.

Die Bildstrecke zeigt die Sanierung und den Rückbau der 1914 errichteten, 1967 umgebauten und 2010 stillgelegten 300m-Schiessanalge "Rotacker" in Matzendorf. Dieser Standort kann als Paradebeispiel einer Altlastensanierung betrachtet werden. Nach vollständiger Dekontamination des Bodens und komplettem Rückbau aller Installationen konnte der einst stark belastete Waldrandbereich mittels Schaffung von mehreren Flachwasserzonen und Biotopen für Amphibien und Reptilien der Natur zurück gegeben werden.