DE / EN / FR / IT
Seite ausdrucken
Land auswählen

Baustellenpraktikum - Lehrreiche Tage im Werkleitungsbau

12.10.2021

Während ihrer Lehre absolvieren alle HOLINGER Lernenden ein Praktikum auf einer Baustelle. Daniel Schwyter, Lernender als Zeichner Fachrichtung Ingenieurbau im 3. Lehrjahr berichtet von seinen Erfahrungen.

Zwischen dem 21.06 2021 und dem 20.08.2021 durfte ich, auf mehrere Blöcke aufgeteilt, mein Baustellenpraktikum auf der Baustelle "Wiesendangen Seelackerstrasse" absolvieren. Ich bekam in dieser Zeit diverse spannende Einblicke in den Werkleitungsbau: das Vorbereiten und Versetzen von Randabschlüssen und den Belagseinbau.

In der ersten Woche war das Erstellen des Grabens für eine neue Wasserleitung DN 125 geplant. Am Morgen meines ersten Tages wurde ich vom Polier freundlich begrüsst und mit Helm, Leuchtweste, Handschuhen und Gehörschutz ausgestattet. Dann konnte es auch schon losgehen mit der Arbeit. Ich wurde hauptsächlich zur Unterstützung eingesetzt. Ich brachte Material, hielt die Baustelle sauber und musste absperren. Aber auch Arbeiten wie das gleichmässige Verteilen vom Betonkies für die Leitungssohle oder auch mal das Schneiden vom Belag mit der Fräse durfte ich machen. Vor allem letzteres machte mir viel Spass. Zwischendurch konnte ich auch immer mal wieder den Sanitären beim Einbau der Wasserleitung über die Schulter schauen.

Als ich nach zwei Woche Pause zurück auf die Baustelle kam, war der Einbau der Wasserleitung bis auf einige Hausanschlüsse fertiggestellt. Wir widmeten uns nun dem Einbau der Leerrohre für Elektrizität und TV. Meine Aufgaben blieben zum grossen Teil die gleichen. Neu kamen allerdings das Heranbringen, Zuschneiden und Zusammenstecken der Rohre hinzu. Auch das Sondieren bestehender Leitungen, das Einlegen der Warnbänder und das Verdichten mit der Vibroplatte gehörten zu meinen Aufgaben. Da sich ein Arbeiter am Knie verletzt hatte und daher ausfiel, gab es für mich mehr zu tun.

Später standen zuerst die Vorarbeiten für das Versetzen der Randabschlüsse und am Montag der darauffolgenden Woche dann das Versetzen selbst an. Für mich gehörte das zu den spannendsten Aufgaben, welche ich während meinem Praktikum zu sehen bekam. Ich durfte zusammen mit dem Polier das Schnurgerüst aufstellen. Dies war für mich sehr interessant, da der Polier mir vieles erklärte. Hierbei ging es immer relativ hektisch zu, da Zeitdruck herrschte. Zumindest das Trottoir musste bis zum Ende der Sommerferien fertig sein, damit die Schüler der anliegenden Schule ihren Schulweg wieder benutzen konnten. Als die Pflästerer kamen, habe ich mitgeholfen, einige der grossen Randsteine zuzuschneiden, damit der Einlenker schön ausgebildet werden konnte. Auch habe ich geholfen, die Randsteine, welche mit dem Kleinbagger angehoben wurden, ins Betonbett zu stellen.

Beim letzten Arbeitseinsatz auf der Seelackerstrasse haben wir den Belag vom Gehweg eingebaut. Auch das war eine sehr spannende Erfahrung. An diesem Tag waren wir wieder unter grossem Zeitdruck, da sowohl Tragschicht sowie auch der Deckbelag bis zum Abend eingebaut sein mussten. Deshalb kamen noch zusätzliche Arbeiter. Da alle den Arbeitsablauf genau kannten und gut zusammengearbeitet haben, gab es für mich nicht mehr so viele Arbeiten. Ich habe jedoch versucht, die Arbeiter so gut es ging zu unterstützen. Für mich war die Zeit auf der Baustelle sehr leerreich. Ich kann einige Dinge daraus mitnehmen und auch später in meiner Arbeit einbringen.

 


  • Einbau Wasserleitung
  • Einbau Leerrohre Elektro und TV
  • Vorbereiten und Versetzen der Randabschlüsse
  • Belagseinbau Gehweg